Corona-Virus und Schilddrüse

Stand: 18.01.2021

Corona Schutzimpfung

Es erreichen uns derzeit häufig Fragen, ob eine COVID Impfung bei Immunerkrankungen der Schilddrüse (Hashimoto Thyreoiditis, Immunthyreopathie Typ Morbus Basedow) oder bei bösartigen Erkrankungen der Schilddrüse möglich und sinnvoll ist.

Dazu kann die Österreichische Gesellschaft folgende Informationen weitergeben:
Derzeit existieren keine Hinweise, dass Patienten mit einer Autoimmunerkrankung oder einem (behandelten) Schilddrüsenkarzinom nicht geimpft werden sollen.

Auf der Seite des Österreichischen Sozialministeriums sind folgende Informationen erhältlich:
Die bisher verfügbaren Impfstoffe gegen COVID-19 sind nur teilweise bei Personen mit einer Autoimmunerkrankung untersucht. Jedenfalls liegen Daten und Erfahrungen zu folgenden Erkrankungen vor:

• HIV (unter Therapie und mit CD4>500)
• stabilen Autoimmunerkrankungen
• Krebserkrankungen (ohne laufende oder kürzlich Chemotherapie)
• Diabetes mellitus
• kardiovaskulären und chronischen pulmonalen Erkrankungen vor

In all diesen Fällen wurden keine Auffälligkeiten bezüglich Wirksamkeit und Verträglichkeit verzeichnet.
https://www.sozialministerium.at/Corona-Schutzimpfung/Corona-Schutzimpfung---Haeufig-gestellte-Fragen.html.
Zugriff 13.1.2021

Die meisten Patienten, bei denen ein Schilddrüsenkarzinom diagnostiziert wurde, sind nach entsprechender Therapie geheilt. Hier unterscheidet sich die Impfempfehlung nicht von der der Normalbevölkerung.

Bei Patienten mit rezidivierendem oder metastasierendem Schilddrüsenkarzinom kann auf die Empfehlungen der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie verwiesen werden. Diese Gesellschaft empfiehlt im Allgemeinen die Durchführung einer COVID-19 Schutzimpfung für Patienten mit einer Blut- und Krebserkrankung.Sie bezieht sich auch auf das Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie.

https://www.oegho.at/aktuelles/aktuelles/news-detail/empfehlungen-zur-covid-19-schutzimpfung-180/
Zugriff 13.1.2021
https://www.oegho.at/fileadmin/Benutzer/COVID-19_Vakzine_20201216_Final.pdf
Zugriff 13.1.2021.

 

Stand: 25.05.2020

Corona-Virus Problematik Update

Die Situation hat sich erfreulicherweise wieder weitgehend beruhigt. Die von der Regierung festgelegten Massnahmen werden schrittweise zurückgenommen.
Die Schilddrüsenuntersuchungen und Operationen können wieder uneingeschränkt stattfinden. 

Dennoch ist es wichtig die Sicherheitsmassnahmen einzuhalten:

  • Bitte desinfizieren Sie Ihre Hände vor dem Betreten der medizinischen Einrichtung
  • Tragen Sie einen Mund-Nasenschutz
  • Kommen Sie pünktlich zum vereinbarten Termin
  • Kommen Sie alleine, Begleitpersonen nur bei zwingender Notwendigkeit (zB. der Patient selbst ist ein Kind)
  • Sagen Sie den Termin ab, wenn Sie Beschwerden wie Fieber, vermehrt Husten usw. haben

 

Stand: 14.03.2020

Corona-Virus Problematik: Empfehlung der Österreichischen Schilddrüsengesellschaft zum Schutze aller Schilddrüsenpatienten und der österreichischen Bevölkerung

Das seit Anfang Jänner in China und sich nun in Europa rasch verbreitende SARS-CoV2-Virus führt aktuell zu großen Herausforderungen in der Patientenbetreuung.
Zum Schutze der Patienten und Minimierung der Ansteckungsgefahr wird empfohlen, soziale Kontakte, also auch Besuche in Ordinationen, weitgehend zu meiden.
Regelmäßige Routinekontrollen sind bei Schilddrüsenerkrankungen wichtig, können aber in dieser speziellen Situation bei sehr vielen Patienten verschoben werden, ohne dass es dadurch zu einer Gefährdung kommt.
In speziellen Fällen, wie in der Schwangerschaft oder während der Behandlung einer Überfunktion, kann es im Einzelfall auch sinnvoll sein, Blutbefunde an den Schilddrüsenspezialisten zu übermitteln und diese anschließend telefonisch zu besprechen.
Im Zweifelsfall kontaktieren Sie vorab Ihren betreuenden Arzt bezüglich der Dringlichkeit Ihrer anstehenden Untersuchung.
Zur Zeit gibt es keinen Hinweis, dass Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse ein Risikofaktor für eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus COVID-19 sein könnten.